Diagnostik

Um im Rahmen des Krisenmanagements diejenigen vor langfristigen psychischen Schäden zu schützen, die nach einem Vor- oder Unfall Symptome zeigen, ist Diagnostik notwendig.

Jemand der aufgrund mehrerer Vorfälle überlastet ist, ist anders zu behandeln, als jemand, der "nur" einen Unfall erlebt hat. Jemand der mit einer psychischen Vorbelastung (Ehekrise, Tod eines Angehörigen, gesundheitliche Schäden oder einer psychischen Vorerkrankung) in einen Unfall geraten ist, und wo der Unfall die Krise nur verstärkt, ist ebenfalls anders zu betreuen als jemand, der einen oder mehrere Unfälle aufzuarbeiten hat. Diagnostik, die diese und ähnliche Fragen vor einer möglichen Behandlung klärt, erspart den Betroffenen viel Leid und den Kostenträgern hohe Aufwendungen.

Eine eigentlich selbstverständliche Bemerkung am Rande: ca. 80% aller Unfälle werden von den Betroffenen ohne psychische Symptome überstanden. Weitere ca. 16% zeigen kurzfristig Symptome und brauchen kurzfristig Unterstützung und nur etwa 4% bedürfen psychologischer Betreuung. Nur weil man einen Unfall erlebt hat, ist man nicht gleich psychisch krank! Bei einer guten Versorgung sinkt die Zahl derjenigen, die nach einem Trauma psychisch erkranken auf unter 1%. Der Aufwand lohnt!